Patientenfortbildung Arthrose Knie u. Hüfte am 25.2.2012

09.11.2012
Kassengebühr entfällt zum 1.1.2013

Seit der gesetzlichen Regelung zur Entrichtung einer Kassengebühr im Jahre 2004 kamt es immer wieder zu Protestwellen und Unverständnis seitens der Betroffenen. Das Arzt-Patienten-Verhältnis wurde durch zusätzlichen, bürokratischen Aufwand zunehmend belastet, während der Benefit allein bei den Geldempfängern verblieb. Aufwändige und kostenintensive verwalterische Strukturen rankten sich um die Beitreibung des strittigen Betrages von 10 Euro, den zahlungssäumige Patienten verursachten. Fraglich war, ob der seinerzeit als Zusatzbeitrag zur Kassenfinanzierung gedachte Obolus nicht andererseits Kosten verursachte, die in keinem Verhältnis zum geplanten Nutzen standen. 
Die KV Bayerns initiierte eine Kampagne mit dem Ziel, die gesetztichen Regelungen zur Zuzahlung mehrheitlich auszuhebeln. Eine bundesweite Unterschriftensammlung sollte die Entscheidung zur Abschaffung der Kassengebühr auf Bundesebene bewirken. Dazu waren alle überweisenden Ärzte aufgerufen, ihre Patienten aktiv über Hintergrund und Zweck der sogenannten "Praxisgebühr", die jedoch allein den Kassen zufloss, zu informieren. Zum Ende der Kampagne waren bundesweit über 1,36 Millionen Unterschriften zusammengekommen. Davon rund 79.060 von Hamburger BürgerInnen. 
   
Am 5. November hatte die Regierungskoalition per Beschluss die Kassengebühr abgeschafft und war damit der geplanten demonstrativen Übergabe der gesammelten Unterschriften zuvorgekommen. Ab dem 1. Quartal 2013 wird nun die Kassengebühr nicht mehr beim Versicherten erhoben. Gemeinsame Presse-information der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der KV Bayerns zum "Aus für die Praxisgebühr".  (Quelle: KV-Hamburg)