Was ist zu beachten?

Soll eine Extrakorporale Stoßwellen-Therapie zur Behandlung von chronischen Schmerzen im knochennahen Weichteilbereich durchgeführt werden, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:
 
  1. Der behandelnde Arzt muss eine exakte Diagnose stellen können.
  2. Es sollte keine zusätzliche gravierende Erkrankung am zu behandelnden Gelenk vorliegen; z. B. muss das Gelenk frei sein von einer akuten eitrigen Entzündung.
  3. Aktuelle Röntgenbilder (nicht älter als 3 Monate) geben Aufschluss über die knöcherne Struktur der zu behandelnden Region.
  4. Einige Krankenversicherungen fordern, dass eine mindestens dreimonatige Vorbehandlung mit konventionellen Maßnahmen stattgefunden hat. Die Extrakorporale Stoßwellen-Therapie wirkt natürlich auch ohne Vorbehandlung.
  5. Der Patient / die Patientin muss mit der Durchführung der Behandlung einverstanden sein.
 
Falls Unsicherheiten in der Diagnose bestehen, müssen diese durch weitere orthopädische Untersuchungen sowie - falls erforderlich - durch Röntgenbilder, Computertomographien, Kernspintomographien, Knochenszintigraphien, Laboruntersuchungen, neurologische Untersuchungen usw. geklärt werden.  
Als reine Vorsichtsmaßnahme wird eine Stoßwellen-Therapie im Falle einer Schwangerschaft nicht durchgeführt, auch wenn eine Beeinträchtigung des Kindes während der Schwangerschaft durch die Stoßwellenanwendung nicht wahrscheinlich ist. Weitere Ausschlusskriterien sind Tumor-Erkrankungen sowie akut entzündliche oder infektiöse Erkrankungen im Behandlungsgebiet.